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Písek

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Am Ende des 14. Jahrhunderts wurden in der Stadt und ihrer Umgebung erste Anzeichen der Unzufriedenheit mit der Tätigkeit der Amtskirche erkennbar. Diese erreichten am 20. August 1419 mit der Zerstörung des Klosters durch die ortsansässigen Bürger ihren Höhepunkt. Die „Verteidiger des Kelches" beherrschten die Stadt, und für die Dauer von einigen Jahrzehnten gab es ein unabhängiges Gemeindeoberhaupt, es war im wesentlichen so etwas wie eine Stadtrepublik.

Noch vor diesen Ereignissen, im Juli 1419, versammelten sich bei Nemějice, in der Nähe von Písek, Zehntausende von Leuten auf dem Hügel Burkovák. Im Verlauf der Wallfahrt benannten sie den Hügel „Tábor". Gleich zu Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen der Tschechen mit der Mehrheit Europas, die diese im Namen des Glaubens führten, kam es am 20. März 1420 unweit von Písek, bei Sudoměř, zur ersten größeren Schlacht: Eine kleine Schar dieser „Verteidiger des Kelches" zog von Pilsen in das neu aufgebaute Tábor. Die Truppe zählte etwa 400 Leute, 12 Fuhrwerke und 9 Reiter. Ihre Führer waren Jan Žižka und Břeněk Švihovský. Unweit Sudoměř wurden sie von einer Abteilung königlicher Krieger unter der Führung von Bohuslav von Schwamberg verfolgt. Diesen hatten sich auch Bewaffnete aus Strakonitz angeschlossen, die zum Großmeister des Johanniterordens, Heinrich von Neuhaus, gehörten. Außerdem hatte sich noch eine Abteilung des Schatzmeisters Divůček von Jemniště hinzugesellt. Die angegriffenen Hussiten wichen aus und bezogen in einem geeigneten Gelände zwischen den Fischteichen von Makovec und Škaredý Stellung. Den letzteren hatte man gerade abgefischt. Die Hussiten hatten sich auf beiden Seiten des engen Dammes hinter einer Wagenburg verbarrikadiert und eliminierten auf diese Weise fünf Mal so viele Feinde, wie sie selbst waren. Die Angriffe auf die Wagenburgen wurden erfolgreich abgewehrt. Den katholischen Herrschaften gelang nicht einmal der Angriff auf der Flanke über den abgelassenen Fischteich. Die schwer gepanzerten Soldaten sanken im Schlamm ein und wurden so für die Hussiten zu einer leichten Beute. Der unvermutete Misserfolg verursachte bei den Rittern ein großes Durcheinander. Es war schon dunkel, als sie den Rückzug antraten. Jan Žižka konnte somit den ersten Erfolg seiner legendären Kriegskunst verbuchen. Auf dem Schlachtfeld wurde im Jahr 1925 ein Denkmal enthüllt, das Emanuel Kodet geschaffen hatte. Es zeigt den berühmten Feldherrn, in Granit gehauen, in Überlebensgröße.

Písek war wohl die erste der bekannten Städte, in der man Tonnen aufstellte, in denen die Leute Eigentum zum Nutzen der gesamten Gemeinde sammelten. Der Heerführer Jan Žižka kehrte in der Stadt oft ein. Der Bezirkshauptmann Chval von Machovitz besaß hier ein Haus, und der Hussitenbischof Nikolaus von Pilgrams war hier ansässig.

 

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