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Slaný

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Bereits 1419 bekannten sich die meisten Bürger der Stadt zum Hussitentum, und die erste Messe mit Altarsakrament in beiderlei Gestalt (Utraquismus) fand ein Jahr später in der St.Gotthardskirche statt. Schlan gehörte zu den sogenannten fünf auserwählten böhmischen Städten, in denen sich gleich von Beginn an der Hussitismus vorbildlich entwickelte, und die den apokalyptischen Vorstellungen der Chiliasten nach gerettet werden sollten.

Deshalb kamen viele ländliche arme Leute in die Stadt, die auf Kosten der Stadt zu leben hofften, jedoch dort die sozialen Gewohnheiten durch Diebstahl und Raub störten. Bereits Ende Mai 1420 wurde Schlan durch List vom katholischen Adligen Vilém Zajíc von Hasenburg (z Házmburku) beherrscht, der ein Verbündeter des römischen Königs Sigismund von Luxemburg war. Doch kehrte ein Teil der Stadtbevölkerung wieder zur katholischen Religion zurück. Nur zwei hartnäckige Hussiten wurden als Ketzer verbrannt.

Ein Jahr später wurde die Stadt wieder von den Hussiten besetzt, diesmal von gemäßigten Pragern, die Schlan in ihren Prager Städtebund aufnahmen. Diese politisch-militärische Stadtallianz bildete ein Gegengewicht zum Bund der radikalen Hussiten, den Taboriten (genannt nach der Stadt Tábor), die damals jegliche Einigung und Verhandlungen mit der katholischen Kirche und König Sigismund kompromisslos ablehnten. Daraus entstand schließlich ein Konflikt. Opfer der brudermörderischen Kämpfe wurde letzten Endes auch Schlan, das von den Feldheeren der Taboriten und der sogenannten Waisen (Nachfolger von Žižkas Truppen, die in Ostböhmen ihren Stützpunkt gefunden hatten), geführt von Jan Roháč von Dubá, belagert wurde. Elf Tage wehrte sich die Stadt, um dann am 17. April 1425 Opfer eines Verrats aus den eigenen Reihen zu werden. Schlan wurde von den Eroberern ausgeraubt und teilweise ausgebrannt. Mehrere Stadtbewohner wurden auf dem Hauptplatz verbrannt, einschließlich des Stadtrichters Dobeš und des Priesters Křišťan, eines treuen Zuhörers von Magister Jan Hus. Die stark beschädigte Stadt wurde danach zu einem nur wenig einflussreichen Bestandteil des Táborer Städtebunds. Sie stellte ihre Truppen den Taboriten zur Verfügung und kooperierte mit den hussitisch orientierten Städten Saaz (Žatec) und Laun (Louny).

Die weiterhin fortgesetzten Kämpfe der Hussiten mit ihren katholischen Gegnern innerhalb und außerhalb des Königreichs Böhmen brachten einen Kompromiss in Sicht. Die Bedingung war jedoch, die radikalsten Hussiten zu besiegen, was in der Schlacht bei Lipany (30. Mai 1434) geschah. In dieser Schlacht gewannen die gemäßigten mit den katholischen Kräften verbundenen Heere, womit dem Kompromiss zwischen dem inzwischen zum Kaiser gekrönten Sigismund und der päpstlichen Kurie auf dem Basler Konzil der Weg geöffnet wurde (Basler Kompaktata 1436).

Unter den neuen Bedingungen anerkannte Schlan am 13. August 1436 Sigismund als böhmischen König. Der Kaiser verpflichtete sich, religiöse Freiheiten für Katholiken sowie für Utraquisten zu gewähren. Schlan unterstützte auch die politische Linie des böhmischen Königs Georg von Podiebrad (Jiří z Poděbrad), die den Frieden zwischen den Utraquisten und Katholiken in den Böhmischen Ländern aufbauen sollte. Auch deshalb konnte sich im 16. Jahrhundert in Schlan die lutherische Religion verbreiten, die in bestimmter Hinsicht an die hussitische Reformation anknüpfen konnte.

 
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